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Whiskey in Irland
Irland ist genau wie Schottland die Urheimat des Whiskeys. Manchmal gibt es Streit darüber, wo dieses Getränk zuerst hergestellt worden ist.
Belegt ist, das irische Mönche Anfang des 14ten Jahrhunderts die Kunst des Destillieren´ s nach Schottland gebracht haben. Damals handelte se sich aber um einen Traubenbrand. Die ersten Belege über schottischen Whisky gibt es dann aus dem Jahre 1494 also fast zweihundert Jahre später. Das erste schriftliche Zeugnis für irischen Whiskey stammt aber erst nach gründlichen Studien des britischen Autors James Murray aus dem späten 16.Jahrhundert. Dafür dominiert Irland die Frühzeit der sogenannte Whiskeygeschichte und bis weit nach der amerikanischen Prohibition war Irland trotz des britischen Einflusses der weltweit gröβte Hersteller und Exporteur. In Portugal war es sogar üblich edlen Portwein mit irischem Whiskey zu verschneiden. Der groβe Einbruch kam mit dem irischen Befreiungskampf im Jahre 1916, und den darauf folgenden Bürgerkrieg (1919 bis 1921) weil dadurch der gröβte Markt nämliche der Britische und damit der gesamte Commonwealth (Kanada, Australien, Südafrika etc. verlorenging. Kurz darauf nahm die amerikanische Prohibition ( 1920 ) noch den letzten groβen Markt. Da die Iren im Gegensatz zu den Schotten nicht genügend kriminelle Energie aufbringen konnten um die scharfen britischen und amerikanischen Gesetze zu umgehen.
Übrig aus der groβen Zeit sind heute nur noch die Marken Power´s, Jameson und Bushmills.
Gegen den Durst trinkt man in Irland hauptsächlich Bier, den der Irish Whiskey ist zu teuer geworden und aus der Mode gekommen, so trinkt die Jugend häufig irischen Wodka und die Geschäftswelt Scotch. Den gestandenen Arbeiter, der sein Guinness mit Irish Whiskey veredelt gibt es nur noch in den Vororten von Dublin und in ländlichen Gegenden, wie im County Donnegal.
Vielleicht kann man auch über die Schreibweise streiten, da in Irland üblicherweise Whiskey mit (e) geschrieben wird, was aber auch nicht überall der Fall ist. Dier Rest der Welt schreibt dieses Wort auf jeden Fall ohne (e) !
Ein wesentliches Merkmal des Irischen Herstellungsverfahren ist das viel beschworene Pure Poth Still Verfahren. Dabei wird das Bier im schonenden dreifachen Brennverfahren destilliert. Ebenso wird ein Teil des Malzes nicht geröstet, sondern kurz nach dem Aufkeimen der Maische zugegeben. Dabei entsteht der leichte und fruchtige Geschmack. Lange Jahre gab es in Irland den typisch rauchigen Geschmack, der durch Jod haltiges Wasser und dem rösten über dem Torffeuer nur in Schwarzbränden. In er letzten Zeit haben sich die irischen Rezepturen, besonders die der letzten groβen Traditionsfirma "Cooley" dem Druck des Marktes gehorchend an die schottischen Malt Whiskys angepaβt. So zum Beispiel der Locke´s 8 Jahre (heute hier im T.) oder der Connemara, den es in drei Quallitäten gibt: den einfachen Peadet, den58,8%tigen in Fassstärke und den 48%tigen Edeltropfen für z.Zeit 68,00€. Der Connemara läβt aber auch in der einfachen Version den rauchig rauhen Geschmack und die Romantik der Jahrhunderte alten Schwarzbrennerei erahnen. Seit 1995 gibt es diese Marke allerdings erst offiziell wieder im Handel, ebenfalls im Hause "Cooley" ___________________________________________
Nun will ich keine Werbung für Cooley machen, aber für mich haben deren Whiskey´s alle etwas Besonderes, selbst die einfachen Blend´s. Vielleicht liegt das an dem Eindruck, den die Besichtigung der Museumsbrennerei in Kilbeggan auf mich hinterlassen hat. Dort kann man gut sehen, wie viel Wert man früher auf Qualität bei der Produktion gelegt hat. Da eine Unterbrechung bei der Verarbeitung, wie Malz mahlen oder Maische filtern schnell groβen Schaden anrichten konnte, hat man sich dort eine Dampfmaschine geleistet, die immer betriebsbereit war, allerdings nur dann in Betrieb genommen wurde, wenn nicht genügend Wasserkraft für die Anlagen zur Verfügung Stand. So konnte man in Notzeiten das Wasser ausschlieβlich zum ansetzen der Gärung und zum kühlen des Destillates verwenden. Allerdings war das nur sehr selten nötig, so das diese Maschine in einem sehr gepflegten und immer noch einsatzbereitem Zustand ist.
Besonderen Eindruck hat auf mich die Fasswerkstatt gemacht, die dort immer noch in Betrieb ist. Ich hatte das Glück durch ein offenes Tor in diese Werkstatt sehen zu können. Da werden, wie in der winzigen Museumswerkstatt, die wir natürlich auch gesehen haben, gebraucht gekaufte Borbonfässer, sowie Cherry und Portweinfässer aus Spanien und Portugal ausgebrannt, komplett zerlegt, gereinigt und beim Zusammenbau neu abgedichtet. Das alles selbstvertändlich auch heute noch in Handarbeit und nur von ausgebildeten Küvern. Diese Fässer sind n am Ende teurer als neue Eichenfässer. Besonders, wenn man bedenkt, das viele Fässer einfach ausgesondert werden, weil sie den Anforderungen nicht mehr entsprechen.
Die riesigen Hallen rund um das Whiskeymuseum dienen heute ausschlieβlich der Faβlagerung. Hergestellt wird das Produkt in Middletown und anschlieβend in Tankwagen nach Kilbeggan zur Abfüllung auf Fässer gefahren. Mitten im Museum gibt es noch eine weitere Lagerhalle, die durch eine Gitterwand zu besichtigen ist. Der Anblick dieser alten, schönen und natürlich vollen Fässer hat bei mir einen erhabenen Eindruck hinterlassen.
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